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Mittwoch, 6. Januar 2010

Countdown



André Domhardt hat mir ganz nett einen Countdown für die Abgabe der Doktorarbeit gebastelt. Wobei der Countdown auch für seine eigene Diss gilt. Also, André - packen wir's an!

Freitag, 4. Dezember 2009

Timbre Matplotlib-Bastelei

Elias hatte vor ein paar Monaten recht ekstatisch über seine Erfahrungen mit der Matplotlib berichtet. Da ich für meine Doktorarbeit ein paar Plots und Grafiken fürs Auge brauche, habe ich mir das Ganze mal angeschaut.
Ich bin kein großer Matlab-Könner und von Python hab ich auch keine Ahnung, aber mit Hilfe von Google (die Doku ist ein bissel dürftig) ist mir eine kleine Weihnachts-Bastelei gelungen:



Ich möchte ehrlich sein und sagen, dass ich "I love you" nicht aus dem Spektrum ablesen könnte. Selbst wenn man bedenkt, dass die Magnituden der Harmonischen gewichtet sind, sollten die Maxima eigentlich an anderen Stellen erkennbar sein. Aber wer weiß schon, was mein Algo überhaupt extrahiert?! Dabei ist der Input ein wirklich ganz einfacher polyphoner Song aus dem ADC2004 Datensatz. Irgendwie ist das mit den Formanten beim Singen nicht so einfach. Die Grundfrequenz ist viel höher. Da kann man sich nicht mit den Formant-Frequenztabellen aus der Sprachverarbeitung helfen.

Hier gibt es noch ein langweiliges Video. Jeweils eine Oktave AEIOU - gesungen von mir. Ist ein bissel lang geworden...



Ich bin ganz froh, dass ich Matplotlib ausprobiert habe. Das ist ja auch so ...ähm.. kostenlos!

PS: Die Videos sind nicht in Echtzeit...

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Bye, bye Notebook

Ich habe den langen MIREX-Endspurt gerade so überlebt,mein Notebook hat aber leider das Zeitliche gesegnet. Ich wollte nach der Marathon-Programmiererei von Computern nix mehr wissen und hatte am Ende mein Notebook vier Tage lang nicht angeschaut. Nicht mal Emails wollte ich checken. So habe ich nicht bemerkt, dass mein Rechner im Standby ohne Stromversorgung war. Nun will mein Notebook nix mehr machen. Der CMOS wurde gelöscht (fehlendes Datum/Uhrzeit). Trotz neuer Batterie und neuem Bios-Chip (!) lässt mich mein Rechner nicht ins Bios-Setup, weil er auf keinen Tastendruck mehr reagiert. Booten tut er natürlich auch nicht :-(

So was doofes. Ich bekomme heute wohl einen neuen Laptop und ein externes Festplattengehäuse, damit ich an meine Daten wieder rankomme. Meine letzte Datensicherung war am 3. August vor meinem Urlaub in Berlin. Ich bin aber guter Dinge, dass ich die Festplatte noch auslesen kann.

Und dann geht's mit frischem Rechner wirklich mit der Diss los. Wie ich mich freu ;-)

Montag, 8. Juni 2009

Selbständig spielen

Erik ist ein süßes Kerlchen und mein Sonnenschein. Jedoch wäre es so schön, wenn er doch wenigstens eine halbe Stunde am Tag allein vor sich hin spielen würde. Irgendwie braucht er immer einen Entertainer...

Allerdings ist mir während des DFB-Pokales etwas aufgefallen. Tom hätte Erik ins Bett bringen sollen, aber der Papa war natürlich mit Fernsehen beschäftigt. Erik muss aber irgendwie geahnt haben, dass sein letzes Minütchen geschlagen hätte, wenn er irgendjemanden von uns auf den Keks geht. Auf jeden Fall lief er eine halbe Stunde lang mit einem Brillenetui völlig selbstzufrieden um den Couchtisch herum. Darauf muss man aufbauen :-)

Ich habe nun versucht, vor Eriks Mittagsschlaf auf der Couch ein Paper zu lesen. Ohne Erfolg. Erik ist etwa 15 Minuten auf mir herumgeklettert. Ich bin zwar bis zur dritten Seite gekommen, konnte mich aber danach nicht mehr daran erinnern, was ich gelesen hatte. Frustriert habe ich dann Erik ins Bett gebracht. Aber so leicht gebe ich nicht auf - ich werde es weiter versuchen.

Mittwoch, 15. April 2009

zu früh gefreut

Letzte Woche habe ich das Buch "Objective Analysis of Musical Performance" in der Konstanzer Uni-Bibliothek entdeckt. Ich habe mich riesig gefreut, weil ich ziemlich scharf auf eine Publikation von Harold Seashore war, die darin enthalten ist. Am Abend war dann die Enttäuschung groß. Das Buch ist von 1936 und ist im Grunde nicht mehr lesbar. Die Seiten zerbröseln bei der kleinsten Berührung. Ich hatte noch versucht ein paar Seiten abzufotografieren, aber die Bilder waren doch etwas verschwommen. So muss ich mich an die Zusammenfassung von Carl Seashore in "The Psychology of Music" halten, die glücklicherweise im Netz veröffentlicht ist.

Es ist auf jeden Fall trotzdem sehr erfreulich, wie umfangreich die Bibliothek der Uni Konstanz ist. Die allermeisten Bücher, die ich möchte, konnte ich dort finden. Viele Zeitschriften-Abos gibt es auch, nur der Zugang zu ieeexplore fehlt :-(

Donnerstag, 2. April 2009

Ist das lange her...

Ich habe die Absicht zur Abwechslung ein paar Formeln in meine Doktorarbeit einzufügen. Da braucht man wenigstens keine herausragende englische Prosa zu formulieren. Ich dachte, die Frequenzbestimmung nach Charpentier/Brown wäre ein schöner Einstieg. Immerhin habe ich zwei gute Artikel und meinen Sourcecode. Allerdings hat der Sourcecode, der die Frequenzbestimmung betrifft, schon etliche Jahre auf dem Buckel. Und irgendwie kam der Code mir gar nicht bekannt vor...

Man kann ja die Gleichungen nicht einfach aus dem Artikel abkupfern ohne einen blassen Schimmer, was sie bedeuten. Erstens muss man noch ein paar eigene Sätzchen dazwischen schreiben und zweitens natürlich die Schreibweise/Formelzeichen an den Rest der Arbeit anpassen. Also muss ich das Ganze noch einmal kapieren. Ich habe aber das Gefühl, dass es beim zweiten Mal schneller geht. Immerhin weiß ich schon, was "the Nth primitive complex root of unity" ist.

Montag, 30. März 2009

Umstieg auf Jabref

Ich würde gern berichten, dass ich schon 10 Seiten geschrieben habe, aber dem ist nicht so. Ich kämpfe immer noch mit organisatorischen Problemen. Am Freitag habe ich festgestellt, dass ich das Reference Manager Setup verbummelt habe. Somit kam ich nicht mehr an meine Literaturdatenbank heran, was bei gut 110 Referenzen mit Schlagwörtern und Zusammenfassung ein echtes Drama ist.

Ich habe mir dann den Reference Manager als Trial runtergeladen und konnte meine Literatur-Datenbank noch exportieren. Leider war der Import in Jabref nicht so trivial, was aber an einem total veraltetem DOS-Zeichensatz (DOS/OS2-850?) in RefMan's RIS-Exportformat lag. Interessanterweise akzeptiert RefMan selbst den Zeichensatz beim Import auch nicht!!! Die machen einem den Ausstieg nicht gerade leicht. Aber zum Schluss hatte ich meine Sonderzeichen im Text wieder. Leider musste ich dann noch gut 90 mal den Dateilink per Hand kopieren. Das entsprechende Feld wurde irgendwie nicht richtig importiert.

Jetzt, wo ich mich etwas in Jabref eingearbeitet habe, ärgert es mich grandios, dass ich nicht schon viel früher umgestiegen bin.

Samstag, 28. März 2009

Bye bye Psychoakustik

Seit etwa 10 Jahren (seit meinem Medienprojekt) hatte ich eine Psychoakustik-Klasse in meinem Melodieextraktionscode, welche die hörbaren Amplitudenmaxima in einem Fourier-Spektrum bestimmt. Es ist nämlich so, dass der Mensch in der Musik nicht alle spektralen Anteile wahrnimmt. Durch Maskierungseffekte und absolute Hörschwelle kann man vieles aus dem Audio einfach weglassen oder nur sehr vereinfacht abbilden, ohne dass der Mensch es merkt(wie bei mp3).

Nun ist es so, dass ein Peak im Spektrum per Definition eine herausragende Bedeutung besitzt. Es ist nun mal ein Maximum. Und es geht ja hier nicht um die Zuteilung von Bits zur Quantisierung der Magnitude, sondern um Sein oder Nichtsein. Der Hauptgrund für meine Psychoakustik-Klasse war die Einsparung von Rechenzeit in der weiteren Verarbeitung. Deshalb war die Implementierung sehr, sehr einfach. Wahrscheinlich zu einfach. Je mehr interessante Musikbeispiele ich ausprobiert hatte, umso mehr musste ich die Schwellwerte nach unten korrigieren. Jeder zusätzliche Peak kann bei der Bestimmung der Tonhöhen helfen. Am Ende musste ich einsehen: Durch die Anwendung der Psychoakustik konnte ich keine Rechenzeit mehr einsparen. Also hab ich die Klasse weggeschmissen.

So brauche ich schon nicht darüber in meiner Dissertation zu berichten. Und der Abschnitt über die Psychoakustik hätte schon extrem gut sein müssen - bei meinem Doktorvater ;-) Eigentlich doch sehr positiv das Ganze!

Mittwoch, 25. März 2009

Aller Anfang ist schwer...

Seit zwei Tagen sitze ich nun schon fleißig an meiner Dissertation. Ich versuche von außen nach innen zu arbeiten. Deshalb denke ich mir gerade das Grundgerüst (die Überschriften der Kapitel und Abschnitte) der Arbeit aus. Allerdings sind die Überschriften nicht in Stein gemeißelt. Jetzt ist eher der Aufbau und die Reihenfolge wichtig. Aber allein da gibt es tausend Variationen, wie ich an den Dissertationen meiner Kollegen sehen konnte.

Ansonsten habe ich gestern noch kurz an meinem Melodie-Algorithmus gearbeitet. Eigentlich wollte ich nur an der Doktorarbeit schreiben, aber dann hat die Installation von Lyx wirklich eine Stunde gedauert. So habe ich nun noch einen sehr schönen Bug gefunden. Es ist zwar kein Bug der Sorte 'Wie konnte das nur jemals überhaupt laufen?!?!', aber immerhin ein Bug der Kategorie 'Warum habe ich den Fehler nicht schon VIEL früher bemerkt???'.

Tja, ich arbeite einfach viel zu gern an meinem Algorithmus. Ich muss mich da in Zukunft sehr zurück halten. Schon seit einigen Monaten schraube ich nun täglich ein Stündchen am Code. Da sind wieder einige Veränderungen zusammen gekommen. Und bestimmt auch ein paar neue Bugs ;-)

Dienstag, 24. März 2009

erster Arbeitstag

Meine Elternzeit ist nun offiziell vorbei. Tom hat heute seinen Elternmonat begonnen und passt zu Hause auf unseren (B)engel auf. Ich habe das Schlachtfeld geräumt und bin zum Arbeiten zu Andi von brainstream audio gezogen. (Vielen Dank an Andreas Tell, dass er sein Homeoffice mit mir teilt.)

Erste Synergieeffekte sind schon spürbar. Andi hat mich überredet von WinEdt auf Lyx als Latex-Frontend umzusteigen. Da ich schon wieder den ganzen Morgen mit einem WinEdt Problem gekämpft hatte, gebe ich Lyx auf jeden Fall eine Chance.

Allerdings muss Andi noch lernen, dass ich Ingwertee gar nicht mag ;-) Auch wenn der Tee gar nicht soooo schlecht ist, wie ich vermutet hatte.

Dienstag, 24. Februar 2009

Doktorandenliste - I am back

Bevor das Label "Diss" (= Dissertation) noch kleiner wird und in totaler Bedeutungslosigkeit versinkt - hier eine kleine Neuigkeit. Christian Weigel hat mich gestern wieder auf die DoktorandenEmailliste gesetzt. Eigentlich war es keine Absicht, dass ich dort ein Jahr nicht vertreten war. Der Wechsel meiner Emailadresse hat nur ewig gedauert. Na mal schauen, wann die nächsten Vorträge im Kolloquium laufen. Dann lasse ich mich bestimmt mal wieder in Ilmenau blicken!

Donnerstag, 5. Februar 2009

Kindergrippe

Erik wird in diesem Monat ein Jahr alt. Leider habe ich nicht viel Hoffnung einen Krippenplatz in Konstanz zu ergattern. Ich hatte schon überlegt, es in Ilmenau zu versuchen. Einfach ein paar Monate mit Erik in den Thüringer Wald ziehen und die Promotion fertig schreiben. Allerdings könnte ich mir für die Kosten einer zweiten Wohnung wahrscheinlich in Konstanz auch für 5 Euro/Stunde eine Tagesmutter leisten.
Andererseits wäre ein Arbeitsplatz am Institut sicher auch sehr motivierend, selbst wenn es ohne Bezahlung wäre.

Hier kann ich mich während der Mittagspause und abends nicht zum Schreiben aufraffen. Dafür programmiere ich wie wild in jeder freien Minute.

Gerade habe ich eine Email an die Leiterin von Knirps & Co geschrieben. Das ist die Kindergrippe der Universität Konstanz. Bitte drückt mir die Daumen, dass ich dort wenigstens auf die Warteliste gesetzt werde. Damit mir ein bisschen Hoffnung bleibt!

Sonntag, 2. November 2008

TMFAQ

The most frequently asked question: Als Langzeit-Doktorand muss man sich ziemlich oft die Frage nach dem Fortschritt beim Schreiben der Dissertation gefallen lassen. Und wenn man schon fünf Jahre dabei ist, fällt die Antwort nicht so leicht. Besonders, wenn man noch nichts geschrieben hat. Da ich jetzt tagsüber nicht mehr super müde, sondern höchtens noch ziemlich genervt bin, möchte ich nun doch mit dem Schreiben beginnen. Ein paar wenige Monate habe ich noch, vielleicht bekomme ich noch ein paar Seiten zusammen.

Der erste Schritt dafür ist schon gemacht: Da mein Computer für einen Startvorgang kürzlich fünf Minuten brauchte, und er aus dem Standby so jedes fünfte Mal nicht mehr ins Rollen kam, war es Zeit Windows platt zu machen. Nur auf einem ordentlichen System kann man auch ordentlich Schreiben. Gestern habe ich mich endlich dazu durchgerungen. Leider findet nun gerade WinEdt mein Miktex zum Teil nicht?! Blöde Sache! So kann ich heute doch noch nicht mit dem Schreiben anfangen ;-)