Samstag, 21. März 2009

Gääähn, die letzte Flasche

Letzten Mittwoch war ich morgens ziemlich gerädert. Ich habe meine Augen gar nicht auf bekommen. Da beschloss ich recht egoistisch, dass Erik nun nachts (bzw. um 7 Uhr morgens) kein Fläschchen mehr braucht. Eigentlich wollte ich damit bis zur Zeitumstellung warten, aber dann ist Tom in Elternzeit. Da hat Tom vielleicht andere Probleme ;-)

In der letzten Zeit hatte Erik die Morgen-Flasche öfters verschlafen. Leider wurde meine tolle Idee am Mittwoch mit viel Geschrei abgekanzelt. In der Krabbelgruppe wurden wir allerdings ermutigt, solche Flaschenentwöhnung ohne viel Trara einfach durchzuziehen. Der Körper braucht dann einfach ein paar Tage, um sich auf das neue Muster einzustellen. Am nächsten Tag hatte Erik ein riesen Schlafdefizit. Er hat gar nicht an die Flasche gedacht und einfach durchgeschlafen. Am dritten Tag hat Erik etwa 10 Minuten gejammert. Ich hatte mich schon gefreut, weil ich dachte, dass die Sache einigermaßen durchgestanden ist. Dafür gab es heute wieder ausdauernde Tränen. Kein Nuckel half :-( Mal gucken, wie es morgen wird...

Besuch im Kreuzkindergarten

Der evangelische Kreuzkindergarten ist die nächstgelegene Einrichtung, die auch Kleinkinder aufnimmt. Natürlich habe ich mich auch dort angemeldet. Letzten Montag war ich zu einer kleinen "Führung" durch die Kindergrippe. Es ist eine sehr schöne Einrichtung, wo die Kinder auch sehr gut draußen spielen können. Es wäre toll, wenn Erik einen Platz dort bekommen könnte. Leider gibt es für die fünf Plätze bereits über 50 Anmeldungen. Natürlich haben sich viele Familien in mehreren Kindergrippen angemeldet (wir auch in dreien). Daher sagt die Zahl nicht so viel aus. Leider sind in der Kleinkindgruppe gerade 7 Jungs und nur 2 Mädchen. Jetzt soll natürlich ein etwas ausgewogeneres Geschlechterverhältnis geschaffen werden. So ein Pech!

Sonntag, 15. März 2009

Tagesmutter-Blues

Letzte Woche Mittwoch hatte ich einen Termin beim Jugendamt wegen einer Tagesmutter. Ich hatte ziemlich große Hoffnungen, dass die Betreuung bei einer Tagesmutter auch eine Option für uns sein könnte, falls es mit dem Krippenplatz nicht klappt. Im Internet habe ich gelesen, dass der Stundensatz für Tagesmütter beim Jugendamt bei 2,50 Euro liegt. Am Ende des Monats wäre das viel Geld für die Eltern und erschreckend wenig Geld für die Tagesmutter. Ich dachte aber, dass man sich das schon mal für ein paar Monate leisten könnte. Besonders, wenn man unbedingt eine Dissertation schreiben will.

Nun musste ich aber erfahren, dass der Stundensatz regional ganz verschieden ist. In Konstanz liegt er bei 4,50 bis 7,- Euro! Natürlich ist das immer noch wenig Verdienst für die Tagesmutter, aber 1000 Euro im Monat für die Kinderbetreuung auszugeben, wenn man gar keinen zusätzlichen Verdienst hat... Das geht nicht. Außerdem hat die TaMu natürlich Anspruch auf bezahlten Urlaub, d.h. für vier Wochen muss man sich um eine andere Möglichkeit kümmern oder selbst Urlaub machen. "Leider" sind wir auch nicht arm genug für Zuschüsse vom Amt. Wobei ich hier die Richtwerte nicht ganz verstehe. Für eine Familie mit drei Personen gilt der Richtwert fürs FAMILIENEINKOMMEN von 1174 Euro + max. 505 Euro Miete!!! Und wer 300 Euro darüber liegt, kann dann 1000 Euro für die Betreuung aufbringen? Häh???

Ich war sehr sehr deprimiert deswegen in der letzten Woche. Und ich hatte eine große Wut auf dieses Land! Dieser ganze Affentanz für die Kinderbetreuung... Kinderbetreuung muss selbstverständlich sein und kein Glückspiel!

Montag, 9. März 2009

Die Männer treiben's bunt

Wir sind noch nicht ganz fit in der Videobearbeitung, aber trotzdem laden wir unser erstes Video hoch: Am Sonntag waren Erik und Tom allein zu Haus. Seht hier mit welchen Späßen sie sich die Zeit vertrieben haben.

Die ersten Zweiwortsätze?

Ich liege gerade mit einem dicken Sprunggelenk (Freundschaftsspiel mit FCK) im Bett und genieße die letzten Minuten Freizeit bevor die Woche wieder los geht.

Letzte Woche hatte Erik etwas mit einer Impfreaktion auf die MMR-Impfung und einem neuen Backenzahn zu kämpfen (Fieber und schlecht geschlafen), aber am Wochenende war er dann richtig fit und hat einen riesen Entwicklungssprung gemacht.

Mich hat er am Samstag richtig erstaunt als er seine ersten Zweiwortsätze gebaut hat. Erst sagte er am Morgen "Tass heiß" = (Tasse heiß). Das war noch nicht so wahnsinnig aufregend, weil ich den Satz "Die Tasse ist heiß." am Tag selbst etwa 1000 Mal herunterbete.
Als Tom aber nachmittags zum Fußball gegangen ist, haben wir den Papa gemeinsam verabschiedet. Wir haben im Hausflur gestanden, geschaut wie Papa die Treppe runtergeht, hinterhergewunken und "Tschüss!" gesagt. Zwei Minuten später saß Erik im Hochstuhl zum Essen. Auf einmal sagt er "Pap Tschüss!" und macht winke winke. Mich hat's fast vom Hocker gehauen. Das Wort "Papa" kann Erik in seltenen Fällen auch richtig sagen, auch wenn er Tom lieber ärgert, indem er ihn Mama nennt ;-)

Am Sonntag waren die Männer allein zu Haus, weil ich fußballerisch unterwegs war. Da hat Erik dann noch mal einiges ausgepackt. Er ist sehr schön gelaufen, hat Türmchen aus vier Klötzchen gebaut und mit Papa für die Videokamera total viele Grimassen geschnitten. Ich hätte mich bald hingelegt vor Lachen, als ich abends das Video angeschaut habe. Ich hoffe, dass wir ein zwei Videos mal online stellen können - für die liebe Verwandtschaft.

Mittwoch, 4. März 2009

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen

Erik kann seit kurzem ganz passabel aus seiner Tasse trinken. Die Tasse ist eine Stehauftasse mit zwei Henkeln, die sich als sehr praktisch erwiesen hat. Wenn sie nämlich nicht vollkommen gerade auf dem Tisch abgestellt wird, fällt sie durch den schweren Boden trotzdem nicht um. Das hilft allerdings nicht viel, wenn Erik mal wieder aus lauter Begeisterung sehr schwungvoll zum Trinken ansetzt oder nach dem Trinken vergisst, dass er die Tasse noch hinstellen muss. Aber egal, das Trinken selbst funktioniert super :-)


Deshalb haben wir uns eine neue Herausforderung gesucht: Selbst mit dem Löffel zu essen. Wenn es am Nachmittag was zum Löffeln gibt, darf Erik selber ran. Das macht ihm sooo viel Spaß. Dann dauert das Essen zwar gut und gerne eine halbe Stunde, aber es ist ja immer schön, wenn die Kleinen beschäftigt sind.
Auf dem Bild sieht man die Folgen - die Zeiten sauberer Lätzchen sind wieder vorbei. Dazu möchte ich noch anmerken, dass ich mit einem Lappen bewaffnet neben Erik gesessen habe und ihn schon mindestens drei Mal zwischendurch geputzt hatte.